Jugendpressetage – Bericht von René Gomm
Auf Einladung von Florian Pronold, nahm René Gomm aus Plattling an den Jugendpressetagen der SPD Bundestagsfraktion teil. Rene Gomm war vom 21. bis 23. April Gast in Berlin. Hier sein Bericht:
Plattling/Berlin.(rego) „Berlin, Berlin“ sang einst Harald Juhnke über seine Heimatstadt und deren eigenes Leben im Stile Frank Sinatras. Wie Milliarden andere, wurde auch der Jugend- und Organisationsleiter der SPD Plattling, für drei Tage ein Teil der Metropole. Nach einer langen und aufreibenden Zugfahrt von sieben Stunden wurde Berlin erreicht. Angekommen im Jakob-Kaiser Haus, erhielt man Material für die zwei bevorstehenden Tage. Kurze Begrüßung und ein „Snack“ zu Mittag, dann brachen die Teilnehmer auf zum Pressekonferenzraum der SPD-Fraktion, in dem Fraktionsvorsitzender Frank-Walter Steinmeier auf die „Schreiberlinge“ wartete. Fragen zu Afghanistan, ELENA und zur momentanen christlich-liberalen Koalition, bildeten die Hauptthematik bei der einstündigen Pressekonferenz. Auf alle Fragen gab der Fraktionsvorsitzende eine ausführliche und rhetorisch meist geschickt verpackte Antwort. Doch nicht nur seine Kompetenz in Umgang mit Themen überzeugte er die Teilnehmer, sondern auch seine sympathische und freundliche Art als Mensch hinter der Fassade des Berufspolitikers.
Nach der Pressekonferenz, ging es mit dem Bus in Richtung Hotel um dort einzuchecken. Im Übergangsquartier konnte sich noch der ein oder andere frisch machen. Für den Abend hatte der Plattlinger Juso René Gomm einen Termin mit MdB Florian Pronold in einer Tapas Bar in Berlin Mitte. Nach Verzehr, des „Fingerfoods“ aus dem Land der Stiere und Toreros ließ man den Abend bei einem Glas Wein und themenübergreifenden Gesprächen ausklingen.
Am nächsten Morgen blieb ausreichend Zeit, um auszuschlafen und sich beim Frühstück für den bevorstehenden Tag zu stärken. Als nächstes stand das Willy-Brandt-Haus auf dem Programm, dem Gehirn der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Dieser zentrale Schaltpunkt verwaltet so ziemlich alles, was die Genossen in der Öffentlichkeit präsentieren. Nach einem Mittagessen im traditionsreichen Kartoffelhaus „Der alte Fritz“ machten die Teilnehmer sich auf den Weg in die Hauptstadtstudios von ARD und RBB. Im Studio der „Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland“ lernte der Plattlinger Sozialdemokrat das Leben hinter der Kamera kennen. So wurde ihm und den Teilnehmern die Kulisse von „Bericht aus Berlin“, die „Phoenix-Runde“ und das Arbeiten mit einer Blue-Box demonstriert. Auch das Studio eines Radiosenders, wurde nicht außer Acht gelassen und konnte hautnah erlebt werden, wie denn die Welt hinter den Lautsprechern des Rundfunkgerätes so funktioniert. Direkt vom Studio machten sich alle auf den Weg ins 500 Meter entfernte Paul-Löbe-Haus. In diesem Gebäude des Regierungsviertels haben die Ausschüsse der einzelnen Ressorts des Deutschen Bundestages ihren Sitz.
Nach einer langwierigen Sicherheitskontrolle durfte das Haus betreten werden und jeder Teilnehmer suchte das Zimmer für die für ihn vorgesehene Diskussion. Zur Auswahl standen „Bildungsrepublik Deutschland“ mit dem bildungspolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Dr. Ernst-Dieter Rossmann, „Umwelt und Klima“ mit Ulrich Kelber, sowie „Aktuelle Entwicklung im Kampf gegen Rechtsextremismus“ mit dem Sprecher der Arbeitsgruppe Rechtsextremismus der SPD-Bundestagsfraktion Sönke Rix.
Aufgrund der Tatsache, dass der Juso René Gomm selbst engagiert im Kampf gegen Rechtsextremismus vor Ort ist, entschied er sich für letzteres. Der MdB teilte mit ihm die Meinung, dass Nichtstun und dem rechten Sumpf freien Lauf lassen die kontraproduktivste aller Varianten ist – auch wenn diese unverständlicherweise immer noch von vielerlei Personen getragen wird. Am Abend bat sich nochmals die Gelegenheit mit einigen MdBs ins Gespräch zu kommen. Der letzte Tag brach früh, für einige zu früh oder auch spät an. Um 9:00 Uhr morgens besuchten die zahlreichen Teilnehmer eine Plenarsitzung. Auf dem TOP stand unter anderem die Regierungserklärung von Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Im Anschluss daran bestand noch die Möglichkeit, einen Dialog mit Hauptstadtjournalisten zu führen. Hierbei wurde einiges über den Beruf Reporter, seine Tücken, aber auch schöne Seiten bekannt. Die letzten Minuten in Berlin verbrachte der Plattlinger Sozialdemokrat mit neu gewonnen Freunden an der Spree und hoffte auf ein baldiges Wiedersehen.