Vor Ort – Passauer Bahnhof
Passau 28.7.2010. Der Passauer Bahnhof wird in den nächsten Jahren umgebaut und soll dann auch für behinderte Bahnhreisende ohne Unterstützung zugänglich sein. Bis es allerdings soweit ist, wollte Landesvorsitzender Florian Pronold, MdB von den Betroffenen wissen, was bis dahin getan werden kann. Auf Einladung von Berhard Roos, MdL trafen sich Betroffene und Vertreter von Sozialverbänden am Passauer Bahnhof.
Verena Eder, Studentin aus Passau ist viel mit der Bahn unterwegs und ist auf Hilfe angewiesen.“ Die Mitarbeiter der Bahn sind super. Aber leider sind sie nur von 8-20 Uhr vor Ort.“, so Verena Eder. „Ausserhalb hilft mein Vater mit einer Rampe.“ In die selbe Richtung geht Angelika Leitl-Weber, Leiterin der Bahnhofsmission. Auch sie würde eine Ausweitung der Servicezeiten begrüssen. Auch für Blinde und Sehbehinderte könnte die Orientierung schnell verbessert werden, hofft Walter Bichlmeir vom Blindenbund.
Im Rahmen einer Rundreise durch Bayern war der Passauer Bahnhof eine Station von Florian Pronold. Die Sorgen und Anregungen der Passauer will er nun in einem Schreiben an Verkehrsminister Peter Ramsauer und Bahnchef Rüdiger Grube weitertransportieren. „Man muss öffentlich Druck machen“, sagte Pronold. Menschen mit Handicap seien in ihrer Mobilität sehr eingeschränkt. Das Thema barrierefreier Bahnhof sei aber auch deshalb ein immer dominanteres Thema, weil die Gesellschaft immer älter werde. Auf Vorschlag von Pronold sollten sich die gestern Versammelten im Herbst noch einmal in gleicher Runde zusammensetzen. Walter Kaehler, der 1. Bevollmächtigte von Transnet (Ortsverwaltung Passau-Plattling) schlug vor, sich zu einem Aktionsbündnis zusammenzuschließen.
Der barrierefreie Ausbau des Bahnhofs wird schätzungsweise 14 Millionen Euro kosten. Geplant sind dabei unter anderem neue Gleise sowie eine barrierefreie Unterführung mit drei Aufzügen.