Gleiche Chancen für Frauen und Männer

Im März 1911 wurde der erste internationale Tag der Frau begangen. Frauen kämpften um ihr Wahlrecht und für bessere Bezahlung. 100 Jahre später haben Frauen formal die gleichen Rechte wie Männer. Aber die tatsächliche Gleichstellung ist auch im 21. Jahrhundert noch nicht erreicht. Obwohl Frauen inzwischen bessere Bildungsabschlüsse machen als Männer, haben sie in der Arbeitswelt nach wie vor schlechtere Chancen auf ordentliche Arbeit und eigene Karriere: Sie sind in geringerem Maße erwerbstätig als sie es sich selbst wünschen. Sie erhalten selbst bei gleicher Qualifikation für die gleiche Tätigkeit durchschnittlich weniger Lohn als Männer. Sie sind überdurchschnittlich häufig im Niedriglohnsektor beschäftigt und finden sich deutlich seltener in Führungspositionen wieder.

Die SPD-Bundestagsfraktion kämpft dafür, echte Gleichstellung im Beruf durchzusetzen. Freiwillige Selbstverpflichtungen der Wirtschaft haben keinen Durchbruch gebracht. Deshalb fordern wir gesetzliche Regelungen für gleichen Lohn und gleiche Chancen auf Spitzenjobs. Wir wollen eine gesetzliche Frauenquote von mindestens 40 Prozent für Aufsichtsräte und Vorstände. Zur Durchsetzung von gleichem Lohn für gleiche Arbeit für Frauen und Männer fordern wir eine gesetzliche Regelung der Entgeltgleichheit. Die Zeit ist reif, den Druck zu erhöhen und mit der viel beschworenen Gleichstellung ernst zu machen. Dabei geht es nicht nur um die Frauen. Gleichstellung erleichtert es auch Männern, eine aktive Rolle in der Familie zu übernehmen. Schließlich schöpft Gleichstellung ein großes zusätzliches Wachstumspotenzial aus, steigert die Binnennachfrage und gibt Impulse für zusätzliche Beschäftigung. Die Gleichstellung von Frauen ist auch Teil eines neuen Wirtschaftsmodells.

Weitere Informationen finden sich in einer Kompakt-Info der SPD-Bundestagsfraktion „Gleichstellung im Beruf durchsetzen“ vom 14.03.2011 (PDF, 544 KB).