Zitate zur Atomkraft: Vorher und Nachher
Die Zusammenstellung von Zitaten von Markus Söder, Horst Seehofer und Guido Westerwelle vor und nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima zeigt die ganze Unglaubwürdigkeit von Schwarz-gelb bei der Atompolitik.
MARKUS SÖDER, Umweltminister Bayerns, CSU
Vorher:
12.06.2010: „Wer Klimaschutz ernst nimmt, weiß: Wir sind weiter auf Kernkraft angewiesen.“
12.08.2010: „Isar 1 ist sicher. Ein bayerisches Kernkraftwerk wird pro Tag dreimal überprüft, jeder Reaktor rund tausendmal im Jahr.“
13.08.2010: „Wer sichere Kernkraftwerke in Deutschland abschaltet, der schaltet unsicherere Reaktoren im Osten Europas ein.“
28.10.2010: „Auch das berühmte Kraftwerk Isar 1 ist sicher.“
Nachher:
15.03.2011:“Ich glaube, es (Isar 1) sollte dann abgeschaltet bleiben, weil (…) eine Nachrüstung gegen den Absturz eines Verkehrsflugzeugs kaum möglich ist.“
15.03.2011: „Ich begrüße die Entscheidung des Energieversorgers Eon sehr, den Reaktor Isar 1 vom Netz zu nehmen. Wir wollen, dass es auch dabei bleibt.“
15.03.2011: „Isar 1 ist der einzige bayerische Reaktor, der gegen den Absturz eines großen Verkehrsflugzeuges nicht ausreichend gesichert ist.“
HORST SEEHOFER, Ministerpräsident Bayerns, CSU
Vorher:
Februar 2010: „Solange die Kernkraftwerke unsere hohen Sicherheitsstandards erfüllen und solange sie für unseren Energiemix unverzichtbar sind, sollten wir sie am Netz lassen.“
Nachher:
14.03.2011: „Das Moratorium dient dazu, im Lichte der Ereignisse in Japan die Sicherheitsstandards der Kernkraftwerke noch einmal auf den Prüfstand zu stellen und zu bewerten.
GUIDO WESTERWELLE, Bundesaußenminister, FDP
Vorher:
10.01.2007: „Man muss diesen irrsinnigen rot-grünen Ausstiegsbeschluss sofort rückgängig machen. Die Tatsache, dass wir hier in Deutschland die weltweit sichersten Kernkraftwerke aus ideologischen Gründen abschalten, heißt ja letztlich nur, dass am Tag danach der Strom aus wesentlich unsichereren Kraftwerken aus dem Ausland kommt.“
Nachher:
14.03.2011: „Wir haben eine Option zur (…) Weiternutzung der Kernkraft geschaffen – aber keine Garantie zum Weiterbetrieb jedes einzelnen Kraftwerks.“
(Quellen: FR, SZ, tagesschau.de, SPD-Bundestagsfraktion)