Gehörlose erkunden das politische Berlin
Auf Einladung des SPD-Bundestagsabgeordneten Florian Pronold besuchten 45 Bürgerinnen und Bürger, überwiegend aus dem Landkreis Deggendorf, die Bundeshauptstadt und informierten sich vier Tage lang über die „große Politik“. Darunter waren auch 17 Mitglieder des „Vereins der Hörgeschädigten Bayerwald Deggendorf 1951 e.V.“. Für die Hörgeschädigten standen spezielle Gebärdensprachdolmetscher zur Verfügung, die alle Vorträge in Ministerien und während der Fahrt übersetzten. MdB Florian Pronold betonte im persönlichen Gespräch mit der Besuchergruppe, dass er dem Wunsch, die Informationsfahrten nicht nur an Normalhörende zu vergeben, gerne nachgekommen sei.
Neben der Besichtigung des Plenarsaals und der darüber liegenden imposanten Kuppel gab es im Bundestagsgebäude auch einen Vortrag über die Aufgaben und die Arbeit des Parlaments. Der Abgeordnete erläuterte die SPD-Pläne zu einer solidarisch finanzierten Bürgerversicherung und beantwortete Fragen zu seinem Tagesablauf.
Vor dem Besuch im Bundestag waren die Teilnehmer zu Gast im Bundesministerium für Arbeit und Soziales und bei der Deutschen Rentenversicherung und hatten sich anschließend im Restaurant Theodor Tucher am Brandenburger Tor gestärkt.
Nach der obligatorischen Stadtrundfahrt durch die Bundeshauptstadt, die sich an politischen Gesichtspunkten orientierte, besuchte die Gruppe die SPD-Zentrale, das Willy-Brandt-Haus im Stadtteil Kreuzberg, wo ein Referent durch das Haus führte und zu aktuellen Themen informierte. Im Anschluss stand ein Besuch des beeindruckenden Dokumentationszentrums Topographie des Terrors auf dem Programm. Die Erlebnisausstellung „The Story of Berlin“ im Ku-Damm-Karree war ein weiterer Höhepunkt.
Bevor es wieder auf den Nachhauseweg ging, statteten die Niederbayern der bayerischen Landesvertretung in Berlin-Mitte noch einen Besuch ab. Untergebracht war die Gruppe im Zoo Hotel am Kurfürstendamm.