Florian Pronold Gast in Hauzenberg
23.07.2011 Bei einem Besuch in Hauzenberg liess sich Florian Pronold im Granitzentrumin in die Kunst der Steinhauerei einführen. Anschliessend gab es ein zünftiges Grillfest der Hauzenberger Genossen.
Geschont hat er den politischen Gegner nicht. Bei seinem Besuch in Hauzenberg hat der bayerische SPD-Chef Florian Pronold mit scharfzüngigen, frechen Sprüchen die Zuhörer erheitert. Über 100 Genossen und Gäste, sind der Einladung von SPD-Stadtverbandsvorsitzendem Johannes Seiser zum Grillfest im Granitzentrum gefolgt.
Pronold würdigte mit seinem Besuch vor allem den „unermüdlichen Einsatz der Hauzenberger SPD vor Ort“. Die Mitgliederzahl des Hauzenberger SPD-Stadtverbands mit seinen drei Ortsvereinen steigt stetig, obwohl die landes- und bundesweiten Zahlen in Sachen Parteimitgliedschaft ein ganz anderes, gegenläufiges Bild zeichnen. „Es liegt definitiv an den Menschen vor Ort, die der SPD von unten her ein Gesicht geben“, sagte der Politiker, dem die „Basisarbeit“ besonders wichtig ist. Er bezeichnete den SPD-Stadtverband als „leuchtendes Beispiel in Bayern und hoffnungsvollen Wegbereiter der künftigen Kommunalwahlen“.
Nicht nur der SPD-Landeschef war ein Anreiz für einen Abend zwischen Granitstein und Grillgut, sondern auch Museumsleiter Ludwig Bauer, der über das Steinhauer-Handwerk referierte.
Die ausgerufenen Aktionswochen des SPD-Unterbezirks mit dem Thema „Handwerk“ nahmen die Genossen zum Anlass, sich den Exponaten der Steinmetzkunst im Granitzentrum zu widmen. Bauer ging in seinem Vortrag zurück zum Ursprung der Steinhauerei, blickte 1000 Jahre zurück. Wie es den Steinmetzen früherer Zeiten, vor gut 700 Jahren, möglich war, den Granit zu bearbeiten, sei bis heute ein Rätsel. Stadtverbandschef Johannes Seiser bezeichnete den Touristen-Anziehungspunkt als „Kulturschatz“ und „verwandelten Ort“, sprach vom Steinbruch, der als Bildungszentrum weit über die heimische Region hinaus Bedeutung erworben hat.
Pronold zeigte sich tief beeindruckt über diese gelungene Metamorphose eines früheren Werksgeländes hin zu modernen Ausstellungsräumen. Judith Stephan spielte beim Fest in der Steinhauerkantine auf der Steirischen auf.
Fotos und Text mit freundlicher Genehmigung von Andreas Windpassinger