Keine ausreichende Antwort auf die Krise.
Die auf dem Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der Eurozone in Brüssel erzielten Ergebnisse sind unbefriedigend. Die getroffenen Absichtserklärungen geben keine Antwort darauf, wie der derzeitigen Krise kurzfristig entgegen getreten werden muss. Weiterhin wird ignoriert, dass die Krise zu einem erheblichen Teil auf gravierende Fehlentwicklungen an den Finanzmärkten und grundlegende wirtschaftliche Ungleichgewichte zurückzuführen ist. Doch trotz ausbleibender Erfolge der Fixierung auf Haushaltskonsolidierung beharrt die Bundesregierung auf ihren Plänen. Ziel ist nicht die Schaffung einer Finanzunion, sondern lediglich einer Sanktionsunion. Die SPD-Bundestagsfraktion hat in einem Antrag (PDF, 51 KB) ihre Alternative zu Schwarz-Gelb beschrieben.
Am Montag erläuterte Bundestagsabgeordnete Florian Pronold bei einem Diskussionsabend der SPD im Sportlerheim Deggenau seine Vorstellungen zur Vermögenssteuer. Einen ungeheureren Nachhohlbedarf sieht Florian Pronold gerade in den Bereichen Bildung, Energie und Mobilität Allerdings sehe er bei der Finanzierung eine Lücke. Gleichzeitig kritisierte er das Krisenmanagement der Bundesregierung. Um mehr Einnahmen zu erzielen gilt es alle Schichten der Bevölkerung heranzuziehen. Gerade die Besteuerung von Vermögen ist in Deutschland unterentwickelt. „In den USA liegt der Anteil der Vermögensbesteuerng am Steueraufkommen um das vierfache höher als bei uns. Zusammen mit Österreich bilden wir das Schlußlicht in Europa“, so Pronold weiter.