Florian Pronold tritt nicht mehr zur Bundestagswahl an

16. Oktober 2020

„Meinen Grundsätzen – und damit mir selbst – treu bleiben.“

Seit 2002 darf ich als SPD-Bundestagsabgeordneter Rottal-Inn und Dingolfing-Landau in Berlin vertreten. Kommende Legislaturperiode werde ich nicht noch einmal für den Deutschen Bundestag kandidieren.

Mir war es immer wichtig, meinen Grundsätzen – und damit mir selbst – treu zu bleiben. Deshalb war ich von Anfang an ein „gläserner Abgeordneter“, der offen und transparent über alle Einkünfte Rechenschaft abgelegt hat. Es ist meine Überzeugung, dass Bürgerinnen und Bürger ihre Politikerinnen und Politiker kontrollieren können müssen. Transparenz und Kontrolle sind Voraussetzung für eine funktionierende Demokratie – insbesondere im Zeitalter von Fake-News. Genauso wichtig ist für mich, nicht am „Sessel zu kleben“, Wechsel in politischen Ämtern zu ermöglichen und selbst auch immer wieder etwas Neues, etwas Anderes zu machen.

Seit 5 Wahlperioden vertrete ich Niederbayern im Deutschen Bundestag - fast 20 Jahre sind genug. Schon vor langem habe ich mir diese innere Grenze gesetzt. Bevor ich 50 Jahre alt werde, will ich selbst nochmal etwas Neues beginnen. Viel zu Viele habe ich in der Politik erlebt, die nicht aufhören können und an ihrem Mandat kleben. Das sollte mir nicht passieren.

Bundestagsabgeordneter zu sein ist und war für mich eine große Ehre. Es ist ein forderndes Amt, aber auch ein sehr schönes. Demokratie lebt vom Mitmachen. Beim Besserwissen sind viele gut, beim Bessermachen trifft man davon nur wenige wieder. Ich konnte aktiv vieles mitgestalten und umsetzen, für das ich vor über 30 Jahren angefangen habe, politisch zu kämpfen: Atomausstieg, Mindestlohn, bessere Rechte für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Selbst hatte ich großen Anteil am besseren Schutz von Mieterinnen und Mietern und der massiven Verbesserung von sozialem Wohnungsbau und der Städtebauförderung.

Ich bedanke mich bei allen Mitgliedern in der SPD, die mich vor Ort so lange unterstützt und getragen haben. Selbstverständlich werde ich mit vollem Einsatz mein letztes Jahr im Bundestag absolvieren und mit ganzer Kraft im Wahlkampf dafür kämpfen, dass die SPD deutlich zulegt und Olaf Scholz Bundeskanzler wird.