FAQ zum Thema Bundestag

Was verdienen Bundestagsabgeordnete?

Bundestagsabgeordnete erhalten seit dem 01.01.2009 eine zu versteuernde Abgeordnetenentschädigung (auch „Diäten“ genannt) von derzeit monatlich 7.668 € (brutto). Sonderzahlungen wie Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld oder ein dreizehntes Monatsgehalt gibt es nicht.
Dieser Betrag stellt das Einkommen aus der Tätigkeit als Bundestagsabgeordnete/r dar. Wie jeder Bürger und jede Bürgerin zahlen Abgeordnete aber genauso Einkommenssteuer, Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Auch Beiträge zur Krankenversicherung sind aus den „Diäten“ zu bestreiten.

Als gläserner Abgeordneter macht Florian Pronold seine Einkünfte und Aufwendungen transparent und für alle zugänglich. Weitere Details dazu finden Sie auf seiner Internetseite externer Link Der Gläserne Abgeordnete.

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Wäre es nicht besser, wenn es eine Direktwahl des Bundespräsidenten/ der Bundespräsidentin in Deutschland gäbe?

Die Auffassung, dass der/die Bundespräsident/in direkt vom Volk gewählt werden soll, teile ich nicht.
Die Väter und Mütter des Grundgesetzes haben sich im Parlamentarischen Rat 1949 für die repräsentative Demokratie entschieden – vor allem vor dem Hintergrund der Erfahrungen in der Weimarer Republik (1919 bis 1933), in der der Reichspräsident direkt vom Volk gewählt wurde.

Ein/e Bundeskanzler/in ist dem Parlament gegenüber rechenschaftspflichtig, der/die Bundespräsident/in ist es nicht. Der/die Bundeskanzler/in kann durch ein konstruktives Misstrauensvotum oder durch Abwahl bei Neuwahlen abgelöst werden. Ein/e direkt gewählte/r Bundespräsident/in müsste durch das Volk abgewählt werden, ein Umstand, der einer Staatskrise gleich käme.
Darüber hinaus wäre eine Direktwahl über kurz oder lang mit einer Ausweitung seiner/ihrer Kompetenzen und damit einer Schwächung des Parlaments verbunden.

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Warum kommt die Linkspartei derzeit nicht als Koalitionspartner für die SPD im Bund in Frage?

Unsere Kritik an der derzeit nicht vorhandenen Koalitionsfähigkeit der Linkspartei möchte ich am Beispiel der Finanzpolitik untermauern.

Die Linke hat eine Reihe von teuren, zum Teil widersprüchlichen Anträgen in den Bundestag eingebracht, die zusammengerechnet ein Finanzierungsvolumen von gut 150 Mrd Euro jährlich hätten, u.a.:

- Verzicht auf die Mehrwertsteuererhöhung (Kosten rd. 21 Milliarden Euro).
- Eine Veränderung des Einkommensteuertarifs (Kosten 12 Milliarden Euro).
- Die Rücknahme des Sonderbeitrages in der GKV (Kosten 5,5 Milliarden Euro).
- Privatisierungen auszusetzten (Kosten 9 Milliarden Euro).
- Die Erhöhung des Kindergeldes auf 250 Euro (Kosten 19 Milliarden Euro).
- Ausweitung des öffentlich finanzierten Beschäftigungssektors (Kosten
8,4 Milliarden Euro).

Die wenigen Gegenfinanzierungsvorschläge sind widersprüchlich: auf der einen Seite wird der Verzicht auf die Mehrwertsteuererhöhung gefordert, auf der anderen Seite wird die Mehrwertsteuer zur Gegenfinanzierung
bestimmter Vorhaben herangezogen. Sie fordert die Wiedereinführung der Börsenumsatzsteuer und setzt
ein Volumen von 30 Milliarden Euro an – die im letzten Jahr ihrer Erhebung gerade einmal 400 Millionen Euro erreicht hatte.

Der blanke Protest wegen sozialer Schieflage in Kombination mit unrealistischen und damit nicht ernst gemeinten Forderungen reicht nicht aus, um die Verhältnisse zu ändern!

Der Anspruch an eine linke, aufklärerische Politik impliziert auch, dass keine Illusionen erzeugt werden. Einzelne Forderungen, die durchaus sinnvoll sind, werden dadurch diskreditiert.

Selbstverständlich ist die Linkspartei unser politischer Gegner, mit dem wir um Mehrheiten konkurrieren. Diese Aussage wird nicht falsch dadurch, dass es CDU/CSU, FDP oder Grüne auch sind!

Es geht mir nicht darum, die Linkspartei zu diskreditieren, sondern eine nüchtern distanzierte Perspektive ihr gegenüber einzunehmen. Dies schließt eine Zusammenarbeit zu gegebener Zeit in der Zukunft nicht
generell aus. Ich darf hier an die Anfangstage der Grünen erinnern!

Zweifellos haben wir in den Bereichen der Wirtschafts- und Sozialpolitik Übereinstimmungen mit Positionen der Linkspartei. Allerdings sollten wir dennoch nicht außer Acht lassen, dass es diverse rechtspolitische
Ausfälle des Herrn Lafontaine gab (wie z.B. die fallweise Rechtfertigung von Folter), die nicht mit unserer sozialdemokratischer Auffassung von Rechtsstaatlichkeit in Einklang zu bringen sind. Genausowenig wie das -
gelinde ausgedrückt – verstaubte Familienbild, das eine Christa Müller propagiert, mit unserer familienpolitischen Position vereinbar ist.

Die „Linke“ ist nicht immer „links“. Wer wirklich etwas für Arbeitnehmerinteressen tun will, muss die SPD stärken.

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Wie lange arbeiten Abgeordnete im Schnitt?

22 Sitzungswochen im Jahr arbeitet Florian Pronold als Abgeordneter in Berlin. Dazu kommen gelegentliche Sondersitzungen von Plenum und Ausschüssen. Knapp die Hälfte des Jahres nimmt also die parlamentarische Arbeit im engeren Sinne in Anspruch.
Darüber hinaus gibt es auch Themen, die von besonderem regionalem Interesse sind. Deshalb gibt es innerhalb der Bundestagsfraktion auch Landesgruppen, in der sich die Abgeordneten aus einem Bundesland treffen.
Weitere Informationen dazu erhalten Sie auf der Seite Politik.
Insgesamt arbeit Florian Pronold ca. 80 Stunden pro Woche, abhängig von der Anzahl an Plenum- und Ausschusssitzungen.
Darüber hinaus nutzt Florian Pronold die „Sommerpause“ des Bundestages, um auch mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen. So war er 2010 auf Sommertour durch alle sieben bayerischen Regierungsbezirke unterwegs.

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Was macht Florian Pronold im Bundestag?

Der Hauptteil der Arbeit von Abgeordneten des Deutschen Bundestags findet in den Fachausschüssen statt. Jeder Gesetzentwurf wird nach der ersten Lesung im Plenum zur Beratung einem oder mehreren Ausschüssen zur Beratung überwiesen.
Als stellvertretender Fraktionsvorsitzender gehöre ich keinem Ausschuss an, bin aber in der Fraktion Ansprechpartner für den Bereich Verkehr.
Darüber hinaus gehöre als stellv. Mitglied folgenden Ausschüssen an:

  • Finanzausschuss
  • Haushaltsausschuss
  • Ausschuss für Bildung, Forschung und Technologiefolgenabschätzung
  • Ausschuss für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung

Nähere Informationen erhalten Sie auf der Seite Meine Arbeit im Bundestag.

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