Informationen und sichere Quellen zur Corona-Virus-Pandemie

06. August 2020

Kaum ein Thema beherrscht aktuell immer noch die Nachrichten so stark wie die Coronavirus-Pandemie. Wir alle haben trotz guter Erfolge im Kampf gegen das Virus immer noch mit Einschränkungen des täglichen Lebens zu tun.

Täglich erreichen uns neue beunruhigende Nachrichten und die getroffenen Maßnahmen stellen uns beruflich und privat vor große Herausforderungen. Sie dienen jedoch dazu, Sie und uns alle zu schützen und die Ausbreitung des Virus so gut wie möglich zu verlangsamen.

Leider kursieren auch viele Fake News zum Virus – umso wichtiger ist es, verlässliche Quellen zu kennen, die gesicherte Informationen bieten. Hier stelle ich Ihnen solche Quellen mit Informationen zum Coronavirus, Hilfsangeboten und den Maßnahmen der Bundesregierung und in meiner Heimat Bayern zur Bewältigung der Krise zur Verfügung.

Bei Kontakt mit einem Infizierten oder dem Verdacht einer Infektion

  • BUNDESZENRALE FÜR GESUNDHEITLICHE AUFKLÄRUNG: Die BZgA bietet auf ihrer Corona-Sonderseite unter Anderem Informationen zu Hygiene- und Verhaltensregeln sowie eine FAQ mit Handlungsanweisungen beim Verdacht einer Infektion an. Die Informationen sind darüber hinaus in mehreren Sprachen hinterlegt.
  • Das Robert Koch-Institut stellt hier einen Leitfaden mit dem Vorgehen bei einer Infektion/dem Verdacht auf eine Infektion zur Verfügung.
  • Die Krankenkassen bieten spezielle Hotlines an, der GKV hat diese auf seiner Webseite gesammelt.
  • Für Risikogruppen hat das Robert Koch-Institut hier entsprechende Informationen veröffentlicht.
  • Auch das Bundesgesundheitsministerium bietet Hotlines und Informationen an – siehe unten.
  • Die Regelung zum Erhalt einer Bescheinigung auf Arbeitsunfähigkeit bis max. 14 Tage nach telefonischer Rücksprache mit dem Hausarzt für Patient/-innen mit leichten Erkrankungen der oberen Atemwege oder Verdacht auf Corona ist zum 31.05.2020 ausgelaufen. Patient/-innen müssen sich für eine Krankschreibung wieder persönlich beim Hausarzt vorstellen.

Aktuelle Informationen zum Virus und der weltweiten Entwicklung

  • Tagesschau: Der Liveblog der Tagesschau bietet aktuelle Informationen zur Entwicklung in Deutschland und weltweit. Der Liveblog startet täglich neu und ist direkt auf der Startseite der Tagesschau zu finden.
  • Robert Koch-Institut: Aktuelle Zahlen, Daten und Fakten zur Verbreitung des Virus und zu neuen Erkenntnissen gibt es auf der Corona-Webseite des Robert-Koch-Instituts.
  • Podcast mit dem Virologen Prof. Dr. Drosten: Der Podcast bietet Woche ein wissenschaftliches Update zum Corona-Virus an.

Aktuelle Informationen der zuständigen Ministerien und Behörden

CORONA-WARN-APP DER BUNDESREGIERUNG Seit dem 16. Juni kann die Corona-Warn-App der Bundesregierung installiert werden. Die App hilft dabei, Kontakte zu Infizierten im Nachhinein nachvollziehen und damit schnell reagieren zu können. So leistet die App zusätzlich zu Mundschutzpflicht und Abstandsgebot einen wichtigen Teilbeitrag zur Pademiebekämpfung. Die Nutzung der App ist freiwillig und datenschutzrechtlich unbedenklich. Informationen und Links zum Download der App finden Sie auf der offiziellen Webseite der Bundesregierung zur Corona-Warn-App.

SCHUTZSCHIRM und SOZIALSCHUTZ-PAKET: Am 25.03 hat der Bundestag ein Maßnahmenpaket verabschiedet. Der Bundesrat hat am 27.03 die Maßnahmen ohne Änderungen beschlossen. Es ist wichtig und richtig, dass die Bundesregierung alle Generationen und Betroffenen mit in den Blick nimmt und dabei hilft, die Auswirkungen der Krise für alle abzumildern. Dafür werden Neuschulden in Höhe von 156 Milliarden Euro gemacht! Informationen zum Schutzschild gibt es hier, die Maßnahmen des Sozialschutz-Pakets finden Sie hier im Kurzüberblick. Am 27.04.2020 hat die Bundesregierung eine Zwischenbilanz zu den Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie und zur Bewältigung ihrer Folgen veröffentlicht. Im Dokument finden Sie die Ziele der Maßnahmen sowie aktuelle Kennzahlen und die Maßnahmen im Überblick zusammengefasst. Am 14.05.2020 hat die Bundesregierung mit dem neuen Infektionsschutzgesetz (Zweites Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite) sowie dem Sozialschutzpaket II weitere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verabschiedet. Das Corona-Konjunkturpaket beinhaltet unter anderem mehr Geld für Familien und Kommunen, Entlastungen beim Strompreis und eine Senkung der Mehrwertsteuer.

Detaillierte Informationen zu einzelnen Maßnahmen und Ressorts finden Sie in nachfolgender Auflistung:

  • BUNDESREGIERUNG: Einen Gesamtüberblick über den Stand der Maßnahmen bietet die Sonder-Webseite der Bundesregierung.
  • GESUNDHEIT: Tagesaktuelle Informationen des Bundesgesundheitsministeriums zum Corona-Virus gibt es hier. Informationen des Ministeriums zu Hilfsangeboten und wie Sie helfen können finden Sie hier.
  • WIRTSCHAFT: Die Corona-Infowebseite des Bundeswirtschaftministeriums bietet Informationen zu Hilfen für Unternehmen und weiteren Maßnahmen sowie Kontaktmöglichkeiten. Die KfW stellt hier die einzelnen Kredite und die Voraussetzungen zum Erhalt vor.
  • ARBEIT: Arbeitsrechtliche Hinweise und Maßnahmen für den deutschen Arbeitsmarkt werden hier veröffentlicht. Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat hier Informationen über die Rechte und Pflichten von Arbeitnehmer/-innen in der Krise zusammengestellt.
  • ARBEITSSCHUTZ: Die zusätzlichen Arbeitsschutzmaßnahmen zur Vorbeugung einer Ansteckung mit dem Virus finden Sie hier.
  • KURZARBEIT: Unternehmer-/innen finden auf der Webseite der Bundesagentur für Arbeit alle relevanten Informationen.
  • JOBCENTER/ARBEITSLOSENGELD: Die Arbeitsagentur hat für alle mit Bedarf an finanzieller Unterstützung durch den Bezug von Arbeitslosengeld hier die relevanten Informationen wie z.B. Links zu den Anträgen und dem Verfahren zusammengefasst.
  • SELBSTSTÄNDIGE/SOLOSELBSTSTÄNDIGE/FREIE BERUFE: Das Bundesarbeitsministerium und das Bundesfinanzministerium haben Soforthilfen und weitere Maßnahmen für Selbstständige und Soloselbstständige sowie Kleinunternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten in den Schutzschirm integriert. Informationen dazu gibt es hier. Das Bundesfinanzministerien hat hier alle Maßnahmen kurz und knapp zusammengefasst. Die Auszahlung erfolgt über die Bundesländer, hier finden Sie die Informationen der Länder aufgelistet.
  • STARTUPS: Am 01.04 haben Bundesfinanzministerium und Bundeswirtschaftsministerium angekündigt, dass es auch für StartUps, junge Technologieunternehmen und kleine Mittelständler Hilfen geben soll. Ein Update mit konkreten Zielen und der Ausgestaltung des Schutzschirms wurde am 12.05.2020 veröffentlicht.
  • JOBVERMITTLUNG LANDWIRTSCHAFT: Seit dem 23.03 können sich hier sowohl Landwirtschaftliche Betriebe, die Hilfe suchen, als auch Arbeitnehmer-/innen, die sich vorstellen können, als Saisonhelfer auszuhelfen, anmelden und vernetzen.
  • GRENZKONTROLLEN/INNERES/BEVÖLKERUNGSSCHUTZ: Auf der Webseite des Bundesinnenministeriums finden Sie Informationen zum Katastrophenschutz, dem Krisenstab und den Grenzkontrollen/Einreisebedingungen.
  • JUSTIZ/VERBRAUCHERSCHUTZ/MIETERSCHUTZ: Das Bundesjustizministerium informiert auf einer Sonder-Webseite über die bereits verabschiedeten und geplanten Gesetze und Verordnungen auf Bundesebene. Die Regelungen zum Mieterschutz sind zum 30.06.2020 ausgelaufen, die Regelungen sind zu Ihrer Information hier verlinkt.
  • LEBENSMITTELVERSORGUNG/LANDWIRTSCHAFT/TIERHALTUNG: Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bietet auf einer Sonder-Webseite aktuelle Informationen u.a. zur Versorgungslage. Speziell für die Landwirtschaft aufgesetzte Hilfsangebote können seit dem 31.03.2020 über die Verwaltung der Bundesländer beantragt werden.
  • FORSCHUNG/BILDUNG: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung stellt auf einem Corona-Infoportal seine Maßnahmen, Forschungsvorhaben und weitere Informationen zur Bekämpfung des Virus zur Verfügung.
  • STUDIERENDE/BAFÖG: Das BMBF bietet auf einer Sonder-Webseite Informationen zur Ausbildungsförderung (BAföG) in der Corona-Krise an. Für Studierende stehen als Soforthilfe darüber hinaus ein KfW-Sonder-Studienkredit und die Möglichkeit, einen Zuschuss über die Studentenwerke beantragen zu können, zur Verfügung.
  • VERKEHR: Auf der Sonder-Webseite des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur finden Sie die Maßnahmen und Veränderungen im Verkehrsbereich (Straße, Schiene, Luftverkehr).
  • HILFSANGEBOTE/FAMILIEN/KINDERBETREUUNG: Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat hier eine Übersicht zu den Hilfs- und Unterstützungsangeboten des Bundes zusammengestellt. Informationen zu den erweiterten Regelungen zum Kinderzuschlag ("Notfall-KiZ") finden Sie hier.
  • FINANZEN/SCHUTZSCHILD/HILFSPAKET: Das Bundesfinanzministerium bietet auf einer Sonder-Webseite Informationen zum Corona-Schutzschild und dem Hilfspaket an.
  • INFORMATIONEN FÜR REISENDE & PENDLER / QUARANTÄNEREGELUNGEN / REISERÜCKKEHRER: Pendler/-innen finden hier die nötigen Informationen. Das Auswärtige Amt hat hier Informationen zu aktuellen Reisewarnungen und Hilfen für im Ausland gestrandete Deutsche aufgelistet. Informationen zu Reisen in Corona-Risikogebiete sind hier hinterlegt. Am 24.07 haben sich die Bundesländer auf ein einheitliches Vorgehen zum Testen von Rückkehrern aus Risikogebieten geeinigt. Informationen zu den Regelungen, den Coronavirustests und den Quarantänebestimmungen finden Sie hier. Update am 06.08.2020: Für Reiserückkehrer aus Risikogebieten gilt seit heute eine Testpflicht. Die FAQ des Bundesgesundheitsministeriums informieren zum Vorgehen und beantworten die wichtigsten Fragen zur Testpflicht.
  • KUNST & KULTUR: Kunst- und Kulturschaffende können sich hier über die Maßnahmen informieren, die ihnen helfen können, die Auswirkungen der Krise abzumildern.
  • KRANKENHAUSENTLASTUNGSGESETZ: Informationen zum Schutzschirm für Krankenhäuser finden Sie hier. Mit dem Schutzschirm sollen Kliniken und Praxen durch zusätzliche Gelder bei der Bewältigung der Corona-Krise unterstützt werden.
  • FREIE ORCHESTER: Das Orchesterförderprogramm wurde an die aktuellen Herausforderungen angepasst. Freie Orchester und Ensembles können Soforthilfen beantragen.

Die Situation in Bayern

In Bayern galt vom 21.März bis zum 05. Mai 2020 eine "Ausgangssperre" (Vorläufige Ausgangsbeschränkung). Das hieß konkret: Das Verlassen der eigenen Wohnung war nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Dazu zählten unter anderem der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe, Arzt- und Apothekenbesuche, Hilfe für andere, Besuche von Lebenspartner/-innen, aber auch Sport und Bewegung an der frischen Luft - dies aber nur alleine oder mit den Personen, mit denen man zusammenlebt. Die Ausgangsbeschränkungen wurden am 05. Mai 2020 mit Wirkung zum 06. Mai 2020 aufgehoben. Im Folgenden finden Sie die aktuell gültigen Regelungen der bayerischen Landesregierung. Die Regelungen und Lockerungen im chronologischen Zeitverlauf seit Beginn der Pandemie inkl. der Quellen haben wir hier (PDF, 565 kB, Stand: 08.07.2020) für Sie hinterlegt. Die aktuellen Fallzahlen von Coronavirusinfektionen in Bayern finden Sie hier.

Aktuelle Regelungen in Bayern (Stand: 28. Juli 2020)

Aktuelle gültige Verordnungen

Allgemeingültige Maßnahmen

  • Der Katastrophenfall, welcher zur Bewältigung der Corona-Pandemie ausgerufen wurde, ist mit Wirkung zum 16. Juni 2020 aufgehoben.
  • Abstandsgebot von 1,5 m
  • Physische Kontakte zu anderen Menschen außerhalb des eigene Haushalts möglichst reduzieren, möglichst konstanter Personenkreis
  • Maskenpflicht: ÖPNV, überregionaler und regionaler Bahnverkehr, Einzelhandel, Behörden u.ä.

Privater Aufenthalt im Freien

  • Erlaubt mit der Familie sowie Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstands oder in Gruppen von bis zu 10 Personen
  • Nicht erlaubt: Grillen/Feiern auf öffentlichen Plätzen und Anlagen

Privater Aufenthalt in Innenräumen

  • Keine Beschränkung der Anzahl mehr, Mindestabstand soll eingehalten werden, regelmäßig lüften - es gelten die Personenkreise wie beim privaten Aufenthalt im Freien.

Gastronomie

  • Mindestabstand von 1,5 m zwischen den Sitzplätzen unterschiedlicher Tische oder geeignete Trennvorrichtungen
  • Maskenpflicht für das Personal und für Gäste, die ihren Platz verlassen

Schulen/Unterricht

  • Gestattet, wenn Mindestabstand von 1,5 m eingehalten werden kann
  • zusätzliche Maßnahmen durch individuelle Hygiene- und Schutzkonzepte der Schulen möglich
  • Ab dem 08. September sollen wieder alle Schülerinnen und Schüler täglich im Präsenzunterricht unterrichtet werden. Voraussetzung dafür ist ein individuell auf die örtlichen Besonderheiten ausgerichtetes Hygiene- und Schutzkonzept der Bildungseinrichtungen.
  • Es soll ein zusätzliches Betreuungs- und Förderangebot eingerichtet werden, um die durch die Corona-Einschränkungen entstandenen Lerndefizite aufzuholen.

Gottesdienste

  • 1,5 m Mindestabstand für alle religiösen Veranstaltungen, davon abhängig Höchstteilnehmerzahl im Inneren, im Freien: 200 Personen Höchstteilnehmerzahl.
  • Maskenpflicht, sofern die Teilnehmenden sich nicht an ihrem Platz befinden

Einzelhandel

  • Mindestabstand von 1,5 m muss eingehalten werden; maximal 1 Person je 10 m² Verkaufsfläche
  • Maskenpflicht für Personal, Kunden und ihre Begleitpersonen. Sofern in Kassen- und Thekenbereichen ein zuverlässiger Infektionsschutz gewährleistet ist (z.B. durch Plexiglasabtrennungen) entfällt die Maskenpflicht für das Personal.

Märkte

  • Wochenmärkte und andere Märkte zum Warenverkauf unter freiem Himmel und ohne Volksfestcharakter dürfen wieder öffnen.
  • Die Betreiber müssen ein individuell auf die örtlichen Gegebenheiten abgestimmtes Hygienekonzept vorlegen.
  • unterhaltende Tätigkeiten, Festzelte und künstlerische Darbietungen sind nicht gestattet
  • Maskenpflicht an den Verkaufsständen

Hochschulen, Universitäten

  • Präsenzbetrieb nur bei Praxisveranstaltungen, die besondere Labor- oder Arbeitsräume an den Hochschulen erfordern
  • kleinere Seminare (bis zu 30 Personen) ergänzend zum Online-Lehrbetrieb möglich
  • Mindestabstand von 1,5 m
  • Update am 28. Juli 2020: Ab dem Wintersemester 2020/2021 wird der Präsenzbetrieb an Hochschulen wieder aufgenommen.

Kultureinrichtungen, Museen, Zoos, Bibliotheken etc.

  • maximal 1 Person je 10 m² zugänglicher Fläche, der Betrieb ist für Freizeitparks auch wieder in den Innenbereichen gestattet
  • der Mindestabstand von 1,5 m im gesamten Betriebsbereich ist von den Betreibern sicherzustellen
  • Regelung gilt ebenfalls für Führungen und z.B. den Betrieb von Seilbahnen, im Innenraum herrscht Maskenpflicht, solange sich die Gäste nicht an ihrem Platz befinden.
  • Die Innenbereiche von zoologischen und botanischen Gärten können unter gleichen Voraussetzungen wie deren Außenbereiche geöffnet werden.
  • Der Betrieb von Freizeiteinrichtungen im Innenbereich (zum Beispiel Escape Rooms, Indoor-Spielplätze, Spielscheunen, Innen-Attraktionen in Freizeitparks) ist unter gleichen Voraussetzungen wie im Außenbereich zulässig, wenn der Betreiber ein Schutz- und Hygienekonzept vorhält

Private Veranstaltungen

  • z.B. Hochzeiten, Taufen, Beerdigungen, Parteiveranstaltungen mit einem festen Teilnehmerkreis
  • bis zu 100 Personen im Innenraum, bis zu 200 Personen im Freien erlaubt, der Veranstalter muss ein individuelles Hygienekonzept vorlegen können.

Öffentliche Veranstaltungen aus dem Kunst- und Kulturbereich, Kinos

  • maximal 100 Gäste im Innenraum, 200 im Freien, bei zugewiesenen Plätzen im Innenraum 200 Personen, im Außenbereich höchstens 400 Teilnehmende
  • Maskenpflicht für Veranstaltungen im inneren, sofern der Mindestabstand von 1,5 m auf festen Plätzen nicht eingehalten werden kann
  • Großveranstaltungen (VA, bei denen Hygienemaßnahmen nicht eingehalten werden können und wo Kontakte nicht nachverfolgt werden können) sind bis Ende August weiter verboten (geplant: Verlängerung bis Ende Oktober)

Öffentliche Versammlungen

  • Im Freien: Mindestabstand von 1,5 m, ortsfest, höchstens 200 Personen (damit ist die von der Versammlung ausgehende Infektionsgefahr auf ein vertretbares Maß beschränkt)
  • Im Innenraum: gestattet für bis zu 100 Personen, Mindestabstand von 1,5 m, der Veranstalter muss ein Hygienekonzept erarbeiten, welches er nach Anfrage durch die Behörden vorlegen muss.

Öffentliche Verkehrsmittel, Schülerbeförderung, Reisebusse

  • Maskenpflicht
  • Reisebusunternehmen müssen zusätzlich ein Schutz- und Hygienekonzept ausarbeiten

Chorgesang (Laien)

  • erlaubt mit Mindestabstand 2 m, regelmäßiges Lüften, begrenzte Probendauer

Kindertagesbetreuung

  • Seit dem 01. Juli wieder für alle Kinder ohne Krankheitssymptome in Kindertageseinrichtungen möglich
  • Private Betreuung von Kindern durch verschiedene (nicht wechselnde Haushalte) ist möglich
  • die Betreuungseinrichtungen müssen ein individuelles, auf die örtlichen Rahmenbedingungen angepasstes Hygiene- und Schutzkonzept erarbeiten.
  • Ab dem 01. September soll - sofern das Infektionsgeschehen stabil bleibt - die Kindertagesbetreuung wieder im Regelbetrieb stattfinden.

Sport

  • Hallenbäder, Thermen, Hotelschwimmbecken o.ä. inkl. Wellness und Sauna dürfen wieder öffnen, die Zahl der gleichzeitig anwesenden Besucher darf 1 Person pro 10 m² nicht überschreiten
  • Laiensport in Gruppen/Lehrbetrieb: keine generelle Begrenzung der Teilnehmendenzahl mehr, Anzahl abhängig von örtlichen Voraussetzungen (Raumgröße etc.)
  • Die Anwesenheit von Zuschauern ist ausgeschlossen.
  • Sportstätten dürfen unter strengen Auflagen wieder betrieben werden. Dazu gehört z.B. kontaktlose Durchführung des Sports, Vermeidung von Warteschlangen, Hygiene- und Desinfektionskonzept z.B. für die gemeinsame Nutzung von Sportgeräten, keine Zuschauer, Maskenpflicht bei Durchqueren der Räumlichkeiten und Nutzung von WC-Anlagen und Umkleiden
  • Wettkämpfe in kontaktfrei betriebenen Sportarten können unter Beachtung der Hygiene- und Schutzmaßnahmen auch in geschlossenen Räumen durchgeführt werden. Auch das Training mit Körperkontakt ist zugelassen, sofern in festen Trainingsgruppen trainiert wird; dabei darf die jeweilige Trainingsgruppe in Kampfsportarten maximal fünf Personen umfassen.
  • Für den Profisport gelten gesonderte Regeln (vgl. § 9 der aktuellen Infektionsschutzverordnung

Besuchsregeln (Krankenhäuser, Altenheime, Behinderteneinrichtungen, Reha-Einrichtungen)

  • Maskenpflicht, der Mindestabstand von 1,5 m ist möglichst einzuhalten.
  • Die Träger und Einrichtungen müssen individuelle Hygiene- und Besuchskonzepte passend zu den örtlichen Voraussetzungen erarbeiten, hier können ggf. abweichende Regelungen enthalten sein.
  • Die Begleitung Sterbender ist jederzeit möglich.

Tagungen und Kongresse

  • Einhaltung des Mindestabstands
  • in geschlossenen Räumen höchstens 100, unter freiem Himmel höchstens 200 Teilnehmende, bei Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen sind in geschlossenen Räumen höchstens 200 und unter freiem Himmel höchstens 400 Teilnehmende gestattet
  • Maskenpflicht, sofern die Teilnehmenden sich nicht an ihrem festen Platz befinden oder das Wort haben.

Tourismus

  • Bei den touristischen Erlebnisverkehren (wie zum Beispiel Fluss- und Seenschifffahrt im Ausflugsverkehr, touristische Bahnfahrten) kann analog zu den Regelungen für den ÖPNV und Reisebusreisen am Platz auf die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 m verzichtet werden.
  • Die aktuellen Regelungen für touristische Freizeiterlebnisse, wie zum Beispiel Raftingtouren und Floßfahrten mit über 10 Personen, bleiben unverändert und sind durch das Hygienekonzept „Touristische Dienstleister“ generell an die 1,5 m-Mindestabstandsregelung gebunden.
  • Der Betrieb von Flusskreuzfahrtschiffen wird einheitlich in Bayern wieder zugelassen. Flusskreuzfahrtschiffe werden analog zu ortsfesten Hotels behandelt. Die Reedereien müssen sich an die Hygienekonzepte für Gaststätten und für Beherbergung halten.

Beherbergung

  • Der Betrieb von Hotels, Beherbergungsbetrieben, Schullandheimen, Jugendherbergen, Campingplätzen und von Unterkünften jeglicher Art ist nur unter folgenden Voraussetzungen gestattet:
  • Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 m zwischen den Gästen und zwischen den Gästen und dem Personal
  • Gäste, die nicht zu einem Haushalt oder einer Familie gehören, dürfen nicht gemeinsam in einem Zimmer oder einer Wohneinheit untergebracht werden.
  • Maskenpflicht, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.
  • Die Betreiber müssen ein individuelles Hygiene- und Schutzkonzept erarbeiten und auf Wunsch den Behörden vorlegen.

Betriebliche Unterkünfte

  • gültig für Unternehmen und landwirtschaftliche Betriebe, die mindestens 50 Personen beschäftigen, die in Sammelunterkünften untergebracht sind
  • die Behörden können im Einzelfall Sondermaßnahmen anordnen
  • die Betreiber sind für die Einhaltung der Schutz- und Hygienemaßnahmen verantwortlich, müssen dies regelmäßig kontrollieren und dokumentieren

Die bayerische Teststrategie

  • Seit dem 01. Juli 2020 gilt die bayerische Coronavirus-Teststrategie "Schutz, Sicherheit und Prävention". Sie beinhaltet neben den bereits davor durchgeführten Testungen bei Symptomen, Kontakt zu nachweislich Infizierten oder den Reihentestungen bei lokalen Ausbruchsgeschehen nun auch:
  • Testungen auch ohne Symptome für alle bayerischen Bürgerinnen und Bürger. Die Kosten werden vollständig vom Freistaat Bayern getragen.
  • Besondere Testangebote für Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrkräfte.
  • Testungen zur Prävention in infektionsgefährdeten Bereichen: Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen.
  • Testungen in Risikogebieten.
  • Testungen für Personen, die in kritischen Infrastrukturbereichen arbeiten (z.B. Polizei).
  • Reihentestungen besonders gefährdeter Personengruppen (z.B. in Altenheimen).
  • Anlassbezogene Reihentestungen, z.B. in Schlachtbetrieben und landwirtschaftlichen Betrieben mit Saisonarbeitern.
  • An den Flughäfen in München und Nürnberg können sich Rückkehrer aus Risikogebieten nun kostenfrei in den dort installierten Testzentren auf das Coronavirus testen lassen (Umsetzung des Beschlusses der Gesundheitsminister von Bund und Ländern vom 24. Juli). Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenversicherungen und den Ländern übernommen.
  • Zusätzlich sind weitere Testzentren an Bahnhöfen, Flughäfen und Grenzen geplant, darüber hinaus wird es mobile Testzentren an Schulen und Gemeinschaftsunterkünften geben (Information aus der Kabinettssitzung vom 28. Juli 2020).

Quarantäneregelungen (EVQ), Stand: 28. Juli 2020

  • 14-tägige häusliche Quarantäne für Einreisende aus Risikogebieten, umgehende Information an die zuständige Kreisverwaltungsbehörde über die Rückkehr, insbesondere bei Auftreten von Symptomen, die auf eine Infektion mit dem Coronavirus schließen lassen. Gilt nicht:
  • wenn ein ärztliches Attest vorgelegt werden kann, dass keine Anhaltspunkte für eine Infektion vorliegen
  • für Personen aus dem grenzüberschreitenden Grenzverkehr, mit Tätigkeiten im Gesundheitswesen, Sicherstellung öffentlicher Ordnung, Pflege diplomatischer/konsularischer Beziehungen, Rechtswesen, Bundeswehr, Volksvertretung/Regierung
  • Personen, die sich weniger als 48 Stunden in Risikogebieten aufgehalten haben
  • Personen, die einen triftigen Grund (z.B. Familienzusammenführung, Sorgerecht) für den Auslandsaufenthalt haben
  • Personen auf der Durchreise

Risikogebiet = Staat oder eine Region außerhalb Deutschlands, für welche zum Zeitpunkt der Einreise nach Deutschland ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht; maßgeblich ist die jeweils aktuelle Veröffentlichung des RKI über die Einstufung als Risikogebiet.

Zusätzliche Regelungen für innerdeutsche Risikogebiete - Änderung der sechsten Verordnung vom 24. Juni 2020

  • Untersagt ist die Beherbergung von Gästen aus Landkreisen oder kreisfreien Städten, in denen in den letzten sieben Tagen vor der geplanten Anreise die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 laut Veröffentlichung des Robert-Koch-Instituts (RKI) höher als 50 pro 100.000 Einwohnern liegt.
  • Ausnahmen: Vorlage eines ärztlichen Zeugnisses, welches bescheinigt, dass keine Infektion mit dem Coronavirus vorliegt. Die Regelung gilt ebenfalls nicht für Gäste, die zwingend notwendig für nicht verschiebbare berufliche oder medizinische Termine einreisen sowie einen triftigen Grund für einen Aufenthalt im Bundesland haben (z.B. Besuch bei Familienangehörigen, Wahrnehmung des Sorgerechts).

Wer in Bayern einen begründeten Verdacht hat (Definition nach RKI), sich mit dem Corona-Virus angesteckt zu haben, sollte telefonischen Kontakt zum Hausarzt, dem kassenärztlichen Bereitschaftsdienst (Telefonnummer 116 117) aufnehmen oder sich direkt an das zuständige Gesundheitsamt wenden. Hier finden Sie die Liste mit den Kontaktdaten aller Gesundheitsämter im Freistaat.

Aktuelle Informationen zum Virus und der Entwicklung im Freistaat

  • BR24: Der Bayerische Rundfunk hält Sie über die aktuellen Entwicklungen in der Region auf dem Laufenden. Eine extra eingerichtete Sonderseite wird permanent aktualisiert.
  • Alles Wissenswerte rund um das Corona-Virus - wie es übertragen wird, wie Sie am besten vorbeugen etc. - finden Sie zusammengefasst unter: www.bayern.de/service/informationen-zum-coronavirus.

Aktuelle Informationen der zuständigen bayerischen Ministerien und Behörden

Psychologische Hilfsangebote

Die Coronavirus-Pandemie und ihre wirtschaftlichen und persönlichen Auswirkungen stellen uns vor große Herausforderungen. Diese Situation kann psychisch sehr belasten. Hier finden Sie bundesweit gültige und meist kostenfreie Telefonnummern, an die Sie sich wenden können:

Bild Hilfetelefone Corona-Krise

Krisendienst/Christliche Seelsorge: Die evangelische und die katholische Kirche bieten gemeinsam eine Corona-Seelsorge an. Diese ist kostenfrei rund um die Uhr erreichbar unter: 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222.

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) hat eine anonyme und kostenlose Corona-Hotline geschaltet. Die Hotline mit der Nummer 0800 777 22 44 ist täglich von 08:00 bis 20:00 Uhr geschaltet.

Informationen der SPD zum Corona-Virus

  • Die Bundes-SPD hat hier ihre Sonderseite veröffentlicht.

  • Die SPD-Fraktion im Bundestag bietet hier Informationen zu den Maßnahmen zur Bewältung der Krise an.

  • Die BayernSPD Landtagsfraktion stellt hier Informationen zur Verfügung.

Bei weiteren Fragen oder persönlichen Problemen können Sie sich gerne an mich wenden - mein Büro und ich arbeiten wie so viele gerade größtenteils im Homeoffice – wir sind weiter für Sie da.

Passen Sie auf sich und Andere auf und bleiben Sie gesund!

#Solidaritaet #WirbleibenZuhause

Stand: 06.08.2020 – dieser Beitrag wird laufend aktualisiert, sobald es neue Erkenntnisse gibt.

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